Gefahren in sozialen Medien – Präventionsabend mit der Polizei Lübeck
Schon von klein auf nehmen Kinder wahr, welchen enormen Stellenwert Smartphone, Tablet und Co. im Alltag ihrer Umwelt haben und lernen dabei die Funktionen dieser Geräte sehr früh kennen. So wächst der Wunsch nach einem eigenen Smartphone, den etwa 80 % der Eltern ihren Kindern schon bis zur 4. Klasse erfüllen. Von dieser Erfahrung schildert Polizeihauptkommissar Denis Zwick, der als Präventionsexperte der Polizeidirektion Lübeck in Schulen verstärkt über die Gefahren im Umgang mit sozialen Medien und anderen internetbasierten Plattformen auf den mobilen Endgeräten aufklärt.
Aktuell führt Herr Zwick in unseren 5. und 6. Klassen Workshops zum Thema Cybergrooming über Gefahren durch Kontakte mit unbekannten Personen im Internet durch. Zudem durften wir ihn am 22. Januar zu einem Elternabend rund um das Thema Medienprävention begrüßen. Dort erklärte er an eindrücklichen Beispielen, wie leicht Kinder in sozialen Netzwerken mit altersunangemessenen Inhalten zu Themen wie Gewalt, Sexualität oder Drogenkonsum in Kontakt geraten können. Im Zusammenhang mit dem Teilen und Weiterleiten von privaten Daten wie Name, Adresse, Handynummer oder gar privaten Fotos erläuterte Herr Zwick, wie leicht soziale Netzwerke dazu beitragen können, dass Kinder Opfer von Straftaten oder – oft unbewusst – gar zu Tätern werden können.
Gleichermaßen gab er jedoch auch Tipps im Umgang mit dem Smartphone des Kindes, um das Gefahrenpotential zu minimieren. Neben einigen wichtigen Einstellungen am Smartphone der Kinder betonte Herr Zwick dabei vor allem, wie wichtig es ist, die Nutzung der Geräte als Elternteil stetig zu begleiten, etwa indem man neue Apps gemeinsam mit dem Kind einrichtet und indem man mit dem Kind über das Erlebte aus den sozialen Netzwerken im Gespräch bleibt.
Das rege Interesse und zahlreiche Nachfragen der Eltern im Anschluss an den Vortrag bestätigten, wie wichtig es ist, bei der Heranführung an die altersgerechte Nutzung des Smartphones bedacht und informiert zu handeln. Wir danken der Polizeidirektion Lübeck und besonders Herrn Zwick, dass wir die Präventionsangebote und den damit verbundenen Erfahrungsschatz regelmäßig in Anspruch nehmen dürfen!
Weiterführende Informationen zum Thema finden sich z.B. bei der Aktion „Mach dein Handy nicht zur Waffe!“

