Kunstunterricht am Trave-Gymnasium

Eine Töpferwerkstatt, eine Holzwerkstatt, zwei große Kunsträume, ein noch größeres Kunstlager mit Pinseln, Farben in Tuben und Flaschen, Kreiden, Papieren, Leinwänden, Klebstoffen, Scheren und Schneidewerkzeugen… und viel Platz im Schulgebäude, um Schülerarbeiten auszustellen. Kunst ist sichtbar und macht sichtbar. Am Trave-Gymnasium haben wir besonders gute Voraussetzungen dafür.

Durch unterschiedliche Themen, Techniken und Materialien versuchen wir den Kunstunterricht abwechslungsreich zu gestalten,  um die individuellen Fähigkeiten und Talente der Schülerinnen und Schüler zu wecken und zu fördern.
Der eine zeigt sein genaues Auge und Zeichentalent bei der exakten Realitätswiedergabe, die andere hat ein feines Gefühl für Farbkompositionen und wieder eine andere zeigt eine sichere Hand bei der Konstruktion von z.B. Gebäudemodellen. Der Kunstunterricht schafft dabei die Möglichkeiten, dieses auszuprobieren und zu erproben. Denn Kunst ist sinnliche Wahrnehmung, die auf schöpferischem Tun basiert.
Diese andere Form des sinnen- und materialbezogenen Lernens und die damit verbundene  individuelle Selbsterfahrung und -entfaltung möchte unser Kunstunterricht kultivieren. Der Kunstunterricht soll Spielräume für Phantasie und Kreativität schaffen.
So arbeiten wir bereits in der Sekundarstufe I  mit verschiedenen Materialien und Techniken. Die Themen wenden sich an die Erfindungs- und Vorstellungsgabe, an die genaue Wirklichkeitserfassung, an die regelgeleitete Konstruktion, an die Farbsensibilität oder an die abstrakte Formgebung.

In der Orientierungsstufe liegt der Schwerpunkt auf den Arbeitsbereichen Malerei, Zeichnung, Grafik und Plastik. Aufbauend auf den in der Orientierungsstufe erworbenen Fertigkeiten und Fähigkeiten vertiefen wir diese in der Mittelstufe.  Erweitert wird der Unterricht hier durch die Bereiche Architektur, Medienkunst und Kommunikationsdesign.
Der Unterricht in der Oberstufe kann die Arbeitsfelder Zeichnen, Grafik, Malerei, Plastik, Installation, Performative Kunst, Medienkunst, Architektur und Produkt- Kommunikationsdesign umfassen. Sie bilden phasen- bzw. semesterweise einen Schwerpunkt des Unterrichts. 

„In der Kunst kommt die Praxis immer vor der Theorie“, meinte Pablo Picasso.

Ja, die Besonderheit des Faches Kunst liegt im praktisch-bildnerischen Tun, und trotzdem ist die theoretische Auseinandersetzung nicht wegzudenken. Bilder betrachten, gemeinsam darüber nachdenken, gemeinsam darüber sprechen, dann vielleicht mit neuen Erkenntnissen anders denken und nochmal anders hinschauen. Und plötzlich weiß man mehr und sieht also auch mehr, was dann das eigene praktische Tun bereichert. Das geschieht u.a. durch die Bewusstwerdung, welche Wirkungen von verschiedenen Materialien und Techniken und von unterschiedlichen Kompositionsweisen ausgehen. 
Diese Verknüpfung von Theorie und Praxis findet in den verschiedenen Klassenstufen und in Abhängigkeit von der jeweiligen Thematik statt. Die Gewichtung in den Jahrgängen ist jedoch unterschiedlich.
Der Anteil an Theorie wird in der Oberstufe verstärkt. Wir analysieren und interpretieren Kunstwerke, fragen nach deren Bedeutung und Stellenwert für die Künstler, die Betrachter und die Gesellschaft. Dabei werden auch die geschichtlichen Besonderheiten und die Veränderungen in der Kunstauffassung thematisiert.

Fachschaftsleitung: Frau Lüth